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Ihre Ausbildung zum Naturcoach könnte schon heute beginnen.

Willkommen Veränderung

  • Dirk Stegner
  • Untertitel Text: Übung: Wie kleine „Gewohnheitsbrücken“ beim Neuanfang helfen können

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Willkommen Veränderung

Übung: Wie kleine „Gewohnheitsbrücken“ beim Neuanfang helfen können

Manchmal ist es gar nicht so leicht aus den altgewohnten Bahnen auszubrechen und neue Wege zu beschreiten. Etwas Neues im Leben, mit dem man plötzlich klarkommen und sich damit erst einmal auseinandersetzen muss. Lustigerweise spielt es oft gar keine Rolle, ob es sich nur um eine kleine Neuerung oder das komplette Veränderungsprogramm handelt. Man klebt oft förmlich im „Netz der Gewohnheiten“ und tut sich sehr schwer damit, die angestammte Position ohne weiteres verlassen zu können. Verlustängste machen sich breit und es sind meist die Personen oder Dinge, auf die man künftig beim Schritt Richtung Neuland verzichten müsste, die dieses Unterfangen so schwierig gestalten.

Ist das angestrebte Neue wirklich besser als das bisher Gewohnte, sodass sich die ganze Anstrengung überhaupt lohnt? Was, wenn ich dann feststelle, dass ich das für den Neuanfang Aufgegebene vielleicht noch gebraucht hätte und nun schmerzlich vermisse? Und was ist, wenn mein Plan vom Neustart am Ende doch nicht klappt und ich reumütig zurückkehren muss? Wäre ja eine schöne Blamage!

Alles eine Frage des Energieaufwands

Es sind häufig Zweifel wie diese, die der eigenen Wandelbereitschaft tatsächlich im Wege stehen können. Der Grund hierfür liegt in einer gewissen Konfliktsituation, die sich dabei automatisch ergibt. „Ich würde ja schon gerne, ABER ...“, meldet sich der Kopf eingangs gleich zu Wort. Möglicher Gewinn durch die Veränderung versus Sicherheit aufgrund bekannter Verhältnisse ließe sich das Problem auf einen kurzen Nenner bringen. Sich neuen Gegebenheiten zu stellen fordert insbesondere dem Gehirn viel mehr an Leistung ab. Unbekannte Situationen müssen durchlebt, analysiert und verarbeitet werden. Im Gegensatz zum gewohnten Umfeld also ein deutliches Plus an aufzubringender „Rechenleistung“. Es fühlt sich zudem auch wesentlich unbequemer an, denn die ausgetretenen Pfade sind vielleicht mittlerweile unangenehm, aber zumindest bekannt, ganz im Gegensatz zu dem, was nun vor einem liegt. Im gewohnten Umfeld funktioniert unser gesamtes Körpersystem eher in einer Art Autopilotenmodus, statt ständig aufmerksam und aktiv sein zu müssen. Neues erfahren und Lernen kostet eben einfach auch etwas Kraft.

von Dirk Stegner

28. Juni 2023


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7. Juli 2023 (Live-Onlineseminar + eLearning)

DER DO-IT-YOURSELF
HOMEPAGE-WORKSHOP

499,- EUR

Infos & Buchung

Wer das „Gewohnheitsnetz“ verlassen möchte, der benötigt also neben der entsprechenden Motivation auch eine gute Portion an Extraenergie, die gegenüber dem „normalen“ Leben aufzubringen ist. Energiemangel und der Ausblick auf die sich abzeichnende Mühsamkeit des Erneuerungsvorganges sind daher oft die Stolpersteine in diesem Spiel. Um so wichtiger ist es dabei, sich bewusst zu sein, dass die Erreichung eines authentischen Ziels meist mit einer Verbesserung des eigenen Wohlbefindens und damit auch des Energieniveaus einhergeht. Man muss zwar zunächst etwas investieren, gewinnt dafür auf lange Sicht aber Zufriedenheit und Lebensenergie hinzu. So sähe das Ganze vielleicht von der kaufmännischen Seite her betrachtet aus.

Kleine Hilfestellung, großer Effekt

Auch wenn man vielleicht weiß, dass das ganze Leben ein unendlicher Veränderungsvorgang ist, fällt der erste Schritt aus energetischer Sicht vielhäufig etwas schwer. Ich habe mir daher schon vor vielen Jahren eine Erkenntnisübung hierzu einfallen lassen, die die Situation eines Neuanfangs im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar macht. Und diese funktioniert ganz einfach so:

Mach Dich auf in den Wald und suche Dir dort einen dünneren, auf dem Boden liegenden Baumstamm in Deiner Nähe aus, auf dem Du gefahrlos balancieren kannst, ohne abzurutschen. Stell Dich nun auf den Stamm und halte den Körper dabei möglichst aufrecht. Achte vor allem auf Deine Beine. Nimm wahr, wie angespannt sie in dieser Situation sind und welcher Kraftaufwand in der Beinmuskulatur nötig ist, um diese ausbalancierte Position zu halten. Bitte nun eine Person in Deiner Nähe, sich neben Dich zu stellen und Dir die flache Hand entgegenzustrecken, ähnlich einem Polizisten, der Dir manuell Stopp signalisiert. „Stütze“ Dich jetzt nur mit dem ausgestreckten kleinen Finger gegen die helfende Handfläche leicht ab und beobachte, wie Dein Körper reagiert. Obwohl die Hilfestellung nur minimal und ohne große Kraftübertragung funktioniert, fühlt sich Deine Muskulatur im Nu um ein Vielfaches lockerer an. Die Anspannung ist deutlich reduziert, das Balancieren fällt jetzt fast genauso leicht, wie das bloße Stehen auf dem Boden.

Die Übung macht greifbar, wie wenig Hilfestellung in einer neuen Situation lediglich nötig ist, um die eigene Balance im Leben wesentlich leichter halten zu können. Diese Einsicht kann insbesondere bei Unsicherheiten in sich verändernden Lebenssituationen sehr hilfreich sein. Wenn ich erkenne, dass bereits eine kleine Hilfestellung (zum Beispiel ein haltgebendes, vertrautes Ritual) ein deutliches Plus an Standsicherheit, weniger Stress und spürbare Kraftersparnis bedeutet, kann ich ähnliche helfende Strukturen auch im Alltag leichter ausfindig machen und gezielter nutzen. 

Übertragen wir dieses kleine Experiment auf unser Leben, so ist schnell erkennbar, dass sich die für den Neustart benötigte Energie sehr leicht positiv beeinflussen lässt. Schaffen wir uns auf neuem Territorium zum Beispiel kleine gewohnte Oasen, so helfen diese immens dabei, die Neuerungen stabil in unser Leben integrieren zu können. Diese oft winzigen „Gewohnheitsbrücken“ erleichtern i. a. R. den sonst etwas anstrengenderen Übergang ins Ungewohnte und helfen dabei, den inneren Schweinehund bei aufkommenden Zweifeln rechtzeitig in seine Schranken zu weisen.

Veränderung muss nicht immer so anstrengend sein, wie man vielleicht glaubt. Daher nur Mut und viel Spaß beim Ausprobieren!

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Teilnehmerinnen im Gespräch

  • Dirk Stegner
  • Untertitel Text: Teilnehmer der Natur-Coaching-Ausbildung in Coburg im Dialog

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Im Gespräch

Teilnehmerinnen der Natur-Coaching-Ausbildung über die Praxistage in Coburg

Nachdem wir im sprichwörtlich „goldenen“ Herbst 2022 bereits die ersten vier Praxistage gemeinsam absolviert hatten, ging es nun Anfang Mai 2023 für die Herbstgruppe der Naturcoaching-Ausbildung hinaus in die fränkische Frühlingssonne. Auf ausgewählten Abschnitten konnte das Erlernte nach einer halbjährigen Pause nun nochmal vertieft wiederholt und in der Praxis erprobt werden.

von Dirk Stegner

26. Juni 2023

"Mit meiner Affinität zur Natur und die Selbsterfahrung während der heißen Coronaphase, als mich die Ausflüge in den Wald unbeschadet durch diese Zeit brachten, manifestierte sich in mir die Überzeugung, dass die Natur den Raum, Hilfe, Antworten und vieles mehr in sich trägt und für uns jederzeit begehbar ist."

Teilnehmerin Kerstin Henning

(von links: Kerstin Henning, Dr. Dorothee Schweda, Dirk Stegner)

Im Gespräch

Mit von der Partie waren diesmal Kerstin Henning aus der Bodenseeregion und Dr. Dorothee Schweda aus dem Ruhrgebiet, die wiederum mit gewohnt viel Engagement und Herzblut bei der Sache waren. Beide möchte ich hier kurz selbst zu Wort kommen lassen und einfach mal nach ihren Eindrücken befragen.


  • Kerstin und Dorothee, gab es für Euch ein bestimmtes Ereignis, oder was hat Euch dazu veranlasst, eine Naturcoaching-Ausbildung zu machen?

    Dorothee:

    Ein einzelnes Ereignis kann ich nicht benennen, dass mich veranlasst hat, die Naturcoaching- Ausbildung zu machen. Vielmehr beschäftige ich mich aus persönlichen / privaten Gründen seit Jahren mit Coaching und Persönlichkeits-Entwicklung und habe dabei so viel Positives für mich erfahren und fühlen dürfen, dass ich immer mehr das Bedürfnis bekommen habe, diese Erkenntnisse auch weitergeben zu wollen. Gleichzeitig werde ich zunehmend von der Natur angezogen. Ich wandere gerne und habe für mich vieles in und mit der Natur erfahren und klären dürfen. Und als ich dann entdeckt habe, dass es diese Kombination als Ausbildung gibt, stand für mich die Entscheidung fest.

    Kerstin:

    Eine Coaching-Ausbildung war schon einige Jahre in meinem Focus und dann las ich einen Artikel über Naturcoaching. Von da an war für mich klar, wenn Coaching dann Naturcoaching. Mit meiner Affinität zur Natur und die Selbsterfahrung während der heißen Coronaphase, als mich die Ausflüge in den Wald unbeschadet durch diese Zeit brachten, manifestierte sich in mir die Überzeugung, dass die Natur den Raum, Hilfe, Antworten und vieles mehr in sich trägt und für uns jederzeit begehbar ist.

  • Viele meiner TeilnehmerInnen berichten, dass im Laufe der Ausbildung vieles auch in ihnen in Bewegung kam. Hattet Ihr in der Zeit nach den Praxismodulen ähnliche Erlebnisse?

    Kerstin:

    Persönlichkeitsentwicklung, was eine Naturcoaching–Ausbildung nun mal ist, trägt schon Bewegung in sich, sonst wäre es keine Entwicklung, hinzu kommt die physische Bewegung in den Wald. Aber die innere Bewegung, auf die Du hinaus willst hat natürlich stattgefunden. Zum einen durch die selbst durchgeführten Übungen und den Erkenntnisgewinn dabei, sowie durch die gewonnene eigene Sensibilität für Themen, Emotionen und Muster. Ein anderer Blick auf das eigene Leben, lässt viele Fragen in sich aufploppen und viele Antworten in und mit der Natur finden. Für diesen Zugang bin ich Dir dankbar.

    Dorothee:

    Natürlich hat das "Üben" auch bei mir einiges bewegt. Da wir ja nicht mit fiktiven Anliegen in die Übungen gegangen sind, sondern mit authentischen Themen, bleibt das sicherlich nicht aus. Zudem sind die Praxistage sehr intensiv und indem ich mich in dieser Zeit darauf eingelassen habe, konnte ich auch für mich persönlich viel mitnehmen und bewegen.

  • Welche Ziele habt Ihr oder besser gesagt, wisst Ihr schon, wo die Reise in Sachen Naturcoaching für Euch hingehen wird?

    Dorothee:

    Mir fällt es noch schwer, meine Ziele in Sachen, Naturcoaching klar zu benennen. Es ist gut, dass ich im Rahmen der Facharbeit dazu aufgefordert bin, mir Gedanken darüber zu machen.

    Ich habe die Vision, Kinder und Jugendliche in und mit der Natur auf einen "guten Weg" zu bringen. Ich möchte Ihnen die Möglichkeit geben, sich und ihren persönlichen Weg zu finden, zu sehen, ihre Kraft zu spüren und wäre glücklich, Ihnen etwas Zuversicht für ihren Lebensweg geben zu können.

    Kerstin:

    Die Reise wird in den Wald gehen und ich werde meine Coachees vom Pflänzchen bis zum gestandenen Baum begleiten. Durch die Bereitschaft der Coachees, mit meinem neu erlernten Handwerkszeug und mit dem Wunder Natur, werde ich meine Coachees in ihre Kraft, in ihre Größe, auf ihren Weg und in ihre Selbstbestimmung bringen. Darauf freue ich mich.

Vielen Dank und alles Gute für die Zukunft.

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Ich mach mir die Welt ...

  • Dirk Stegner
  • Untertitel Text: Kindlich leichter Ansatz mit Erfolgspotenzial

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Ich mach mir die Welt ...

Kindlich leichter Ansatz mit Erfolgspotenzial

Lachen ist bekanntlich sehr ansteckend, schlechte Laune aber leider auch. Bedauerlicherweise sind gefühlt immer mehr Menschen meiner Heimatstadt in einem Zustand der ständigen Unzufriedenheit und Gereiztheit. Eine kurze Fahrt mit dem Auto durch die Innenstadt bestätigt meinen Eindruck, dass das respektvolle Miteinander im Straßenverkehr die letzten Jahre purem Egoismus gewichen zu sein scheint. Spätestens bei der Parkplatzsuche verflüchtigen sich bei einigen dann selbst die letzten Verkehrs- und Benimmregeln. Aber auch beim Einkaufen läuft es nicht wirklich optimal. Statt einem freundlichen Hallo und einem lockeren Smalltalk, wirft mir die Dame an der Supermarktkasse die Ware regelrecht entgegen und murmelt kaugummikauend den Preis an mir vorbei Richtung Brötchentheke. Währenddessen schiebt mir die geschäftig telefonierende, sehr gestresst wirkende junge Mutter hinter mir, ihren Einkaufswagen mit vorwurfsvollem Blick geradewegs in die Hacken. Dabei die ursprünglich gute Laune nicht zu verlieren erweist sich auch für Geübte mittlerweile als echte Herausforderung.

Ursachenforschung

Irgendwie scheint es ein dunkelgraues Gemisch aus Wut, Unsicherheit und Unzufriedenheit zu sein, das mir da entgegenschwappt. Schon oft hatte ich selbst dieses miese Gefühl festzustecken. Einfach nicht weiterzukommen, oder besser gesagt, den gewünschten Weg nicht weitergehen zu können, weil ständig jemand auf selbigem vor mir herumstand oder -schlich. Dass mich andere oder ich mich selbst davon abhielten das gesetzte Ziel zu erreichen oder meine Wünsche unverzüglich in die Tat umzusetzen. Kurzum, dass ich einfach nicht so leben konnte, wie ich es gerne gewollt hätte, und das machte auf Dauer extrem unzufrieden. Mit der Unzufriedenheit stieg gleichzeitig auch die Wut. Wut auf mich selbst, die ich dann aber der Einfachheit halber gerne auf andere auslagerte und projizierte. Die waren es ja schließlich, die mir da ständig im Weg herumstanden oder -fuhren! Kein Wunder also, wenn einem da mal die Hutschnur riss.

Das Problem: Mit dem Outsourcen der Wut wird meine Laune jedoch in aller Regel kein bisschen besser. Wie sollte sie auch, sind es doch nicht die anderen, auf die ich eigentlich wütend bin. Vielmehr bin ich es selbst. Mit etwas Abstand und Ruhe wird mir das vor allem draußen im Wald meist klarer. Wenn ich es genau betrachte, bin ich dann sauer auf mich, dass ich bestimmte Dinge einfach so mit mir machen lasse. Zwar sind es vielleicht andere, die es „mit mir“ machen, der Punkt ist aber der, dass ich es zulasse. Eventuell weil ich mich nicht traue zu widersprechen, zu feige bin auch mal nein oder stopp zu sagen. Die Gründe können im Einzelfall sehr vielschichtig sein, was aber bleibt, ist die Einsicht, dass ich der Dreh- und Angelpunkt des Negativgefühls bin. Und genau das kann einen schon mal fuchsig machen. Klar, dass man in dieser Situation nicht freudestrahlend durch die Welt geht, sondern eher mit düster Miene den nächsten Baum sucht, an dem man sich schubbern kann.

von Dirk Stegner

25. Mai 2023


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30. Juni 2023 (Live-Online-Seminar)

Der Antistress-
workshop

69,- EUR

Infos & Buchung

Takatukaland

Ein paar derart schlecht gelaunter Menschen kann eine ausgeglichene Gesellschaft sicher locker auffangen, doch wenn einem ständig und überall Wut und Unzufriedenheit entgegenschlagen, neigt man auch selbst leicht dazu, sich dieser deprimiert-pessimistischen Weltsicht anzuschließen. Und das wäre doch schade. Aber was tun? Es reicht einfach nicht aus, sich lediglich die „rosarote Brille“ aufzusetzen und so zu tun als sei man gut gelaunt. Man muss es tatsächlich auch sein! Nur leicht gesagt bei all den täglichen Herausforderungen.

Bei der Gelegenheit kommt mir eine kleine Heldin aus Kindertagen wieder in den Sinn. Eine wahre Verfechterin der guten Laune und des unendlichen Optimismus: Astrid Lindgrens Pipi Langstrumpf. In den Geschichten der schwedischen Kinderbuchautorin gibt es für sie keine schlechte Laune. Keine (erwachsenen) Begrenzungen oder Hindernisse, die die kleine, aber unheimlich starke Pipi je aufhalten könnten. Sie macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt, weil sie entscheidet, dass die Dinge so sind, wie sie sie sieht. Und im Anschluss sind sie es auch und das überträgt sich sogar auf die eingangs oft zweifelnden Freunde Tommy und Annika.

Kindlich leichter Ansatz mit Erfolgspotenzial

Zugegeben, ein etwas kindlicher Ansatz, aber einer, von dem wir uns sogar als Erwachsene einiges abschauen können. Denn genau so einfach funktioniert Letztenendes auch unsere menschliche Wahrnehmung. Entscheidend für den eigenen Gefühlszustand ist nicht, wie andere die Situation sehen oder einstufen, sondern lediglich, wie ich diese selbst wahrnehme. Das bedeutet, dass mir eine gezielte Wahrnehmung auch die Möglichkeit bietet stressige, nervende oder angsteinflößende Situationen anders zu empfinden, als andere Menschen dies für gewöhnlich tun. In der bewussten Wahrnehmung liegt also die Zauberkraft der Pipi Langstrumpf, die somit in gewisser Weise auch für Erwachsene täglich nutzbar ist.

Statt sich der nörgelnden unzufriedenen Masse anzuschließen, kann ich für mich selbst wählen, wie ich den Tag erleben will. Möchte ich den Fokus auf die miese Laune lenken und darin den ganzen Tag festhängen oder strebe ich lieber danach, einen sinnerfüllten freudigen Tag zu genießen, der mir am Ende das wohlige Gefühl der Zufriedenheit beschert. Meine Entscheidung!

Eine kleine Übung

Schon vor vielen Jahren habe ich folgende Übung entwickelt, die sich bereits vielfach bewährte. Sie hilft mir im Falle eines Falles immer mal wieder dabei, leichter aus der „Negativspur“ herauszukommen, Wut, Be- und Verurteilung hinter mir zu lassen und mich bewusst dafür zu entscheiden, was ich stattdessen will. Los geht’s:

  1. Suche Dir ein ruhiges Fleckchen in der Natur.

  2. Setze Dich entspannt auf einen Baumstumpf oder lehne Dich mit dem Rücken an einen Baum (hervorragend für diese Übung geeignet sind übrigens Eichen).

  3. Atme mehrere Male tief ein und aus. Stell Dir dabei vor, wie Dein Atem von oben nach unten durch Deinen ganzen Körper in die Erde fließt und dann wieder positiv aufgeladen und frisch zurückkommt.

  4. Schließe Deine Augen und sage dabei leise oder laut den folgenden Satz: „Liebe Situation, ich bin nicht Dein Richter, aber Dein Schöpfer. Ich muss nicht beurteilen ob Du gut oder schlecht bist, ich muss nur entscheiden, wie ich mich jetzt fühlen möchte.“

  5. Entscheide Dich, wie Du Dich jetzt fühlen möchtest! Sieh den Wunschzustand vor Deinem geistigen Auge. Atme ruhig und tief weiter und spüre, was geschieht. Nimm Dir bitte so lange Zeit für diese Übung, wie Du brauchst.

  6. Falls nötig, notiere Dir obigen Satz auf ein Karteikärtchen und nutze ihn auch im Alltag als Mantra in entsprechenden Situationen für die nächsten 3 Wochen.

Viel Erfolg bei der Umsetzung!

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Im Meinungsstress

  • Dirk Stegner
  • Untertitel Text: Mehr Kraft und Klarheit durch den Fokuswechsel

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Im Meinungsstress

Mehr Kraft und Klarheit durch den Fokuswechsel

Eine eigene Meinung haben und dahinter stehen ist wichtig, finde ich. Aber mindestens genauso wichtig ist es, wie ich mir diese bilde. Vertraue ich dabei externen Quellen oder gehe ich lieber in mich und setze auf das, was ich selbst empfinde und wie ich eine Situation beziehungsweise einen Sachverhalt wahrnehme? Insbesondere Letzteres wird in vielen Fällen immer schwieriger und vor allem anstrengender. Die Gesellschaft setzt heute nahezu bei jedem ihrer Mitglieder ein prall gefülltes Meinungsportfolio voraus. „Wie, Du hast dazu keine Meinung?“, werde ich manchmal gefragt. Nein, das habe ich in bestimmten Fällen tatsächlich nicht, denn ich kann die eine oder andere Situation persönlich ja gar nicht einschätzen. Nicht von hier aus, da ich oft weder Land noch Leute kenne, geschweige denn deren Bedürfnisse oder Wertvorstellungen. Die genauen Beweggründe unvoreingenommen beurteilen zu können, ist mir daher oft gar nicht möglich.

Zu viel des Guten

Aber mal ehrlich, ist es wirklich notwendig, zu allem und jedem eine profunde Meinung haben zu müssen? Genügt es nicht, manche Sachverhalte oder Informationen einfach zur Kenntnis zu nehmen, ohne sie gleich analysieren und bewerten zu müssen? Eine durchaus berechtigte Frage, wie ich finde, auch wenn mir da sicher einige kategorisch widersprechen würden. „Als verantwortungsvoller, weltoffener Mensch muss man doch wissen, was jenseits der lokalen Grenzen vor sich geht und wie diese Vorgänge einzuschätzen sind.“, höre ich viele jetzt laut denken. Mag sein, nur möchte ich in diesem Zusammenhang gerne darauf aufmerksam machen, dass genau jener Prozess auch zu einer mentalen Überlastung führen kann. Das Problem an einem zu „achtsamen“ Leben ist, dass die menschliche Psyche und das Organ Gehirn dafür eigentlich gar nicht ausgelegt ist. Der Grund hierfür ist ein ganz einfacher.

von Dirk Stegner

24. April 2023


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25. Mai 2023 (Live-Online-Seminar)

Der Fokusworkshop

69,- EUR

Infos & Buchung

Der Wahrnehmungsprozess

Um sich etwas tatsächlich bewusst zu machen, bedarf es im Körper mehrerer Schritte. Wenn wir beispielsweise einen optischen Sachverhalt mit den Augen wahrnehmen, trifft das Bild auf die Netzhaut. Dort wird das Licht erfasst und über die Nervenbahnen an das Gehirn weitergeleitet. Alleine dieser Vorgang benötigt zirka 100 Millisekunden. Ist das Erfasste dann so „wichtig“, dass wir uns dessen bewusst werden, hat das zur Folge, dass im Gehirn Bereiche im Frontal- und Parietalkortex anspringen, was wiederum weitere 200 Millisekunden in Anspruch nimmt. Das bedeutet, dass das Gehirn also rund 300 Millisekunden benötigt, um etwas bewusst wahrnehmen zu können. Da aber pro Sekunde mehr als 10.000 Eindrücke aus der Umwelt auf all unsere Sinne einprasseln wird schnell klar, dass wir mit einer bewussten Verarbeitung dieses Informationsbombardements mächtig überfordert wären.

Wenn nun zu diesen persönlichen Eindrücken, noch jede Menge andere zu bewertende Situationen zusätzlich in den Fokus gerückt werden, wird schnell klar, dass dies für den Körper einen wahren Kraftakt darstellen kann. Einfach ausgedrückt könnte man sagen, dass die menschliche Psyche mit zu vielen ständig auftretenden Sinnesreizen und Eindrücken schlicht überfordert ist. Der Mensch ist grundsätzlich eben ein weitgehend regionales Lebewesen und „Gewohnheitstier“. Es ist für ihn von Natur aus gezwungenermaßen nicht notwendig, Situationen einschätzen zu können, die sich außerhalb seines Bewegungs- und Bewusstseinsradius ereignen. Sie betreffen ihn primär schlicht nicht. Evolutionsbiologisch wichtig hingegen ist es, die Dinge in seiner unmittelbaren Umgebung im Auge zu haben. Genau dafür ist das menschliche Gehirn wesentlich besser ausgelegt.

Aufmerksamkeit vs. Gewohnheit

Die Wissenschaft weiß heute, dass selbst meditativ geschulte Menschen maximal 5 Prozent ihrer Gehirnleistung auf bewusste Vorgänge lenken können. Bezüglich der restlichen 95 Prozent läuft das Hirn quasi in einer Art Autopilotenmodus, der es uns ermöglicht, gewohnte und täglich wiederholt ablaufende Arbeiten nebenbei und ohne zusätzliche Hirnleistung bewältigen zu können. Bestes Beispiel hierfür ist das Autofahren. Blinken, Kuppeln und Schalten erledigen wir eher unbewusst. Ein genialer Schachzug der Natur, der unser Gehirn vor einer drohenden Überlastung schützt und sicherstellt, dass die für das Individuum wichtigen Abläufe in den Vordergrund rücken. 

Das macht sich natürlich auch in unserem Energiehaushalt bemerkbar. Ständige Aufmerksamkeit fordert mit der Zeit eben ihren Tribut, wie sicherlich jeder weiß, der schon einmal eine mehrstündige Prüfungssituation absolvieren musste. Ganz ähnlich holt auch der ständige Drang, alles und jeden bewerten zu müssen, den Menschen irgendwann ein. Wir werden müde und unkonzentriert. Schließlich schaffen wir es immer weniger, den Fokus auf das für uns eigentlich Wichtige zu lenken, nämlich auf das eigene Leben. Die Verfolgung der persönlichen Ziele und Herzenswünsche gerät zusehends in Hintertreffen, was wiederum zu einer steigenden Unzufriedenheit führt.

Der Fokusworkshop

Was also tun? Das Weltgeschehen ignorieren? Sicher nicht, jedoch ist es von Zeit zu Zeit wichtig, sich darüber klar zu werden, was man selbst vom Leben eigentlich erwartet. Viele Menschen haben oft sehr überzeugte Meinungen und Vorstellungen zum aktuellen Tagesgeschehen. Danach gefragt, was ihre tatsächlichen Herzenswünsche und Lebensziele sind, zeigt sich hingegen häufig eine deutliche Unklarheit. Vielleicht ist es ja Zeit, sich zur Abwechslung mal mit dem eigenen Fokus zu beschäftigen, wieder im wahrsten Sinne des Wortes „zu sich zukommen“. Der Weg raus in die Natur hilft oft genau dabei, den Fokus gezielt von äußeren Ablenkungen nach innen hin zu lenken. 

Wer das gerne ausprobieren möchte, dem empfehle ich meinen Fokusworkshop, der Ende Mai online stattfindet. Darin geht es genau darum: wieder mehr Klarheit, Struktur und Ruhe in die eigenen Gedanken zu bringen. Seine Ziele sicher im Blick zu behalten und umzusetzen, sowie auch schneller die „inneren Saboteure“ und Blockaden erkennen und loswerden zu können.

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Mutig zupacken

  • Dirk Stegner
  • Untertitel Text: Chancen erkennen und nutzen lernen

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Mutig zupacken

Chancen erkennen und nutzen lernen

Zugegeben, es ist nicht immer ganz einfach, aber es lohnt sich. Ich spreche von der Fähigkeit, potenzielle Chancen im Leben als solche zu erkennen und sich dann auch mutig an selbige heranzuwagen, ohne dass lästige Selbstzweifel das Vorhaben bereits im Keim ersticken könnten. Nur allzu oft sind es die eigenen Befürchtungen oder die schwarzseherischen Kommentare des persönlichen Umfeldes, die genau das bewirken. Statt sich mutig in den „Fluss“ zu stürzen, bleibe ich zögernd stehen. Erst einmal beobachten und abwarten. Vielleicht hole ich mir ja nur nasse Füße und es kommt gar nichts dabei rum, mahnt der Verstand, während die anvisierte Gelegenheit unaufhaltsam mit dem Strom flussabwärts treibt. Als ich ihr Potenzial endlich realisiere, ist es bereits zu spät. Was bleibt, ist mein Ärger über eine verpasste Möglichkeit.

Anders als gedacht

Dass das auch anders laufen kann, habe ich erst neulich wieder aufs Neue selbst erleben dürfen. Kurz nach unserem Umzug nach Norwegen war vieles natürlich sehr ungewohnt. Ich hatte mir zwar einen soliden Plan zurechtgelegt, wie ich dieses oder jenes erledigen wollte, aber es kam grundsätzlich fast immer anders als gedacht. Kaum etwas lief so, wie ich es mir im Voraus mühsam zusammengeplant hatte. Auffallend jedoch war, dass das „planlose“ wesentlich besser lief als vermutet. Sich einfach mal auf etwas Neues einlassen, ohne groß nachzudenken, gewissermaßen aus dem Bauch heraus war die einzige Möglichkeit. Keine leichte Aufgabe für ein Gewohnheitstier wie mich.

Oftmals war auch gar keine Zeit langwierig zu sinnieren. Die Geschwindigkeit, in der sich manches entwickelte, war einfach viel zu hoch, um lange über etwas brüten zu können. Gefühlt ein klein wenig so, als sei ich in eine Wasserrutsche gestiegen und hätte von nun an nur noch eine Option. Nämlich die Gegenwehr einzustellen und die lustige Sause einfach zu genießen. Der Vorteil: Es blieb somit auch keine Zeit für sonst übliche Bedenken. Sie hatten schlicht nicht den Raum, sich überhaupt weiter ausbreiten zu können. Zwei Dinge spielten dabei eine entscheidende Rolle: der Mut, sich auf das „Abenteuer Neuland“ einzulassen, und das Gefühl für das richtige Timing kleinerer „Lenkbewegungen“. Beides sicher keine leichten Herausforderungen, aber dennoch machbare. Zumindest mit ein wenig Vertrauen.

Rutschiges Terrain

Bereits die erste Fahrt auf den norwegischen Straßen im Winter erforderte etwas Überwindung. Statt mit gewohnt deutscher Gründlichkeit gesalzene und freie Asphaltdecken, erwartete uns eine festgefahrene Schnee- und Eisoberfläche, die tatsächlich mehr Grip bot, als der erste Anblick vermuten ließ. Bereits hier zeigte sich, dass dies kein Ort für ängstliche Zauderer war. Spätestens dann, wenn einem bei vorsichtigem Tempo 70 der eine oder andere Lastwagen trotz strahlendweißer Fahrbahnoberfläche überholte. Sobald ich etwas Gefühl für die Strecke entwickelt hatte, schwanden mit jedem Kilometer meine typisch deutschen Bedenken. Auch wenn der Verstand noch mit der drohenden Glatteisgefahr und den altbekannten Fernsehbildern querstehender Autos und Lkws auf leicht verschneiten deutschen Autobahnen haderte und daher zum Schritttempo riet. Doch hier, um mich herum, keine Spur davon. Was bitte machten die Einheimischen anders? Hatten die einfach mehr Wagemut?

Vertrauen durch Verantwortung

Sicherlich nicht, denn die Norweger sind in aller Regel keine Draufgänger. Sie haben lediglich besser gelernt, mit der Natur und ihren Widrigkeiten souveräner umzugehen. Auch übertriebene Hysterie ist ganz offensichtlich nicht so ihr Ding. Sie sind es in jeder Hinsicht gewohnt, mehr Verantwortung für sich und ihr Tun zu übernehmen. Keiner unserer Nachbarn zum Beispiel würde des Nachts ohne reflektierende Kleidung oder Signalweste nebst Stirnlampe entlang einer unbeleuchteten Straße spazieren gehen. In Deutschland hingegen begegnen mir bei gleicher Gelegenheit meist jede Menge dunkelgekleideter Personen, egal ob zu Fuß oder auf dem Rad. „Sollen die anderen doch auf mich aufpassen“, lautet offenbar deren Devise.

von Dirk Stegner

27. März 2023


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Alles nur eine Frage der Vorbereitung

Eine zentimeter Dicke Eisschicht in Norwegen völlig normal.

Ebenso zählt die zentimeterdicke Eisschicht auf dem Supermarktparkplatz im Land der Elche zur Normalität. Nicht der Marktbesitzer ist für die Folgen eines möglichen Sturzes verantwortlich, sondern jeder für sich selbst. Gutes Schuhwerk, ausgestattet mit sog. „Broddern“ (= überziehbare Spikes für die Schuhe) sind daher in dieser Jahreszeit für jeden ein ganz selbstverständliches Begleitutensil. Mit Hilfe dieser lässt es sich übrigens selbst auf spiegelglatten Oberflächen sicher flanieren. Gewöhnungsbedürftig, aber ganz nebenbei aufgrund des fehlenden Streusalzeinsatzes auch besser für die Umwelt.

(Er)greifen statt (er)warten

Der Mut, die Dinge beherzt angehen zu können, und trotz widrigster Bedingungen aktiv zu werden hat ganz offensichtlich auch etwas mit natürlichem Vertrauen zu tun. Zum Beispiel dem Vertrauen in die persönlichen Fähigkeiten sowie die selbstgewählte Ausrüstung. Wer immer andere für die eigene Sicherheit verantwortlich macht, wird sich vermutlich viel schwerer damit tun, beherzt die Initiative zu ergreifen, wenn sich unerwartet neue Chancen bieten. Ist er doch zeitgleich damit beschäftigt darauf zu warten, dass andere ihm den Weg ebnen. 

Ganz ähnlich ist die Zielsetzung übrigens auch in vielen Natur-Coaching-Sessions. Sie unterstützen in solchen und vergleichbaren Situationen dabei, den Zugang zu den eigenen Ressourcen wieder herzustellen. Mehr Kraft, mehr Selbstsicherheit und natürlich auch mehr Mut sind die Ziele, die es schrittweise zu erreichen gilt. Auf diese Weise lassen sich zukünftig spontan bietende Gelegenheiten leichter als solche erkennen und nutzen.

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Naturgesetze

  • Dirk Stegner
  • Untertitel Text: Energiesparen mal anders

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Naturgesetze

Energiesparen mal anders

Keine Frage, gegen die Strömung zu schwimmen kostet deutlich mehr Kraft, als sich vom Wasser einfach flussabwärts treibenzulassen. Ebenso ist leicht erkennbar, dass die Schwerkraft mich auf sehr angenehme Weise unterstützt, wenn ich mit dem Rad eine bergige Abfahrt hinabbrause. Ohne jegliche Pedalbewegung gleite ich ganz von selbst hinunter ins Tal. Einfach herrlich! Bleibt die Frage, warum ich diese Form der natürlichen Unterstützung nicht auch in anderen Bereichen meines Lebens sinnvoll nutze. Warum bitteschön setze ich diese Prinzipien nicht auch im privaten oder beruflichen Alltag ein? Wieso unterbreche ich den natürlichen „Flow“ aufgrund des ständigen Drangs, alles zeitlich perfekt organisieren zu müssen und die Abläufe möglichst effizient zu takten?

Aus dem Auge, aus dem Sinn

Manche Zusammenhänge sind vermutlich schlicht nicht so leicht erkennbar wie das für jeden Offensichtliche. Die Strömungsenergie des Wassers ist in aller Regel körperlich deutlich wahrnehmbar, wenn ich in den Fluss steige. Ebenso spüre ich das Gewicht meiner Einkaufstüten merkbar, wenn der Aufzug kaputt ist, und ich sie in den vierten Stock hinaufschleppen muss. Dass aber auch meine zu unflexible Zeitgestaltung mich energetisch unnötig belasten könnte, ähnlich dem Gewicht meiner Einkaufstasche, kommt mir oft nicht unmittelbar in den Sinn.

Es gibt also scheinbar jede Menge „ungeschriebener“ Gesetzmäßigkeiten der Natur, die im Alltag aus dem Sichtbereich des modernen Menschen gerutscht sind und die deshalb auch nur selten bewusst genutzt werden. Schlimmer noch! Sie werden häufig sogar absichtlich boykottiert, da immer strengere Konventionen oder gesellschaftliche Verhaltensmuster dies scheinbar erforderlich machen.

von Dirk Stegner

19. Januar 2023


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Neuer Online-Workshop
15.02. bis 05.04.2023 (7 Abende)

Natürliches Anti-Stress-Doping

In sieben Schritten zu mehr Ruhe und Gelassenheit

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Ein kleines Beispiel

Damit Sie besser verstehen können, wovon genau ich spreche, hier vielleicht ein kleines Beispiel:

Für viele ist das Putzen oder Aufräumen der eigenen vier Wände keine besonders angenehme Aufgabe. Auch mir geht es häufig so, wenn ich am Samstagmorgen den Wischeimer startklar mache, um die Bude durchzuputzen, obwohl ich mich viel lieber meinem Hobby widmen würde. Mit diesem Gedanken im Kopf empfinde ich diese Tätigkeit dann in aller Regel als Last. „Blöde Putzerei!“, beschwert sich mein Verstand lautstark. Miesgelaunt ziehe ich das scheinbar Unvermeidbare trotzdem durch, schließlich ist Samstag ja Putztag!

Um es klar und deutlich zu sagen: Etwas zu tun, ohne zumindest ein bestimmtes Maß an Freude oder Spaß dabei zu empfinden kostet Energie! Das Gefühl, etwas tun zu müssen oder dazu verpflichtet zu sein, bringt in gewisser Weise meine innere Balance aus dem Gleichgewicht. „Ich könnte längst viel angenehmere Dinge erledigen, wenn da nicht diese stumpfsinnige Plackerei wäre.“, denke ich mir. Die Pflichterfüllung „stiehlt“ mir, aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet, quasi ein Stück meiner Lebenszeit. Wie gemein ist das denn bitteschön?

Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an

Leider gibt es im Leben immer Dinge, die einem vielleicht weniger Spaß machen und dennoch erledigt werden müssen. Das stimmt sicherlich. Manches, wie auch das Reinigen der eigenen Wohnung, ist für viele unvermeidbar. Dennoch gibt es ein Schräubchen, an dem ich zur Erhaltung meiner inneren Balance jederzeit im positiven Sinne drehen kann. Es ist die Einstellung zu dem, was ich tue und wie ich es tue. Im Klartext: Auch wenn ich vielleicht nicht immer bestimmen kann, ob ich etwas erledigen muss, so kann ich in vielen Fällen dennoch bestimmen, wann ich dies tue. 

Der Trick dabei ist es, Dinge immer dann zu tun, wenn man zumindest etwas Lust darauf hat. Die Energie folgt in diesen Fällen stets der Aufmerksamkeit. Lenke ich diese auf das negative Pflichterfüllungsgefühl, werden mein Körper und meine Laune mir das sicherlich nicht sonderlich danken. Erledige ich die Arbeit hingegen dann, wenn ich mich gedanklich auf eine saubere Wohnung und das anstehende gemeinsame Essen mit Freunden freue, sieht mein innerer Energiepegel meist schon ganz anders aus. Und auch ein bisschen musikalische Unterstützung kann sicher nicht schaden. 

Mit dem energetischen Strom schwimmen

Was auf den ersten Blick wieder einmal nach Wortklauberei und rosaroter Brille anmutet, erweist sich auf den zweiten jedoch als sehr hilfreiches Instrument, um im wahrsten Sinne des Wortes mit dem energetischen Strom zu schwimmen und nicht gegen ihn ankämpfen zu müssen. Je öfter ich mich also treiben lasse und soweit immer möglich spontan das erledige, worauf ich in dieser Minute Lust habe, desto weniger Energie kostet mich die Arbeit. Im Idealfalle entsteht dabei sogar ein gewisses Zufriedenheitsgefühl, was sich wiederum auch körperlich in Bezug auf das eigene Glücksempfinden positiv bemerkbar machen kann. Die Empfindung von Zufriedenheit und einer gewissen inneren Haltung der Dankbarkeit schafft tendenziell das Gefühl glücklich zu sein. Glück ist damit keine Frage mehr, die von irgendwelchen äußeren Umständen abhängt, sondern die logische Konsequenz der eigenen inneren Einstellung und Sichtweisen. Schon wieder so ein Naturgesetz ... 

Vorläufige Erkenntnisse

Mein kleines Beispiel zeigt zwei Dinge recht eindruckvoll. Erstens: Weniger offensichtliche „Naturgesetze“ sind von modernen und verkopften Menschen häufig gar nicht so leicht als solche zu erkennen. Es braucht manchmal etwas Übung und Muße, die wahren Zusammenhänge auch mal aus einem anderen Blickwinkel erkenntnisbringend betrachten zu wollen. Und genau diese Zeit wollen sich immer weniger Menschen leisten, obwohl sie gerade dadurch ja unterm Strich sogar Zeit und Energie einsparen könnten. Eine im wahrsten Sinnes des Wortes paradoxe Situation.

Zweitens: Das Vertrauen in die Natur oder vielleicht besser in einen natürlich harmonischeren Ablauf der Alltagsereignisse senkt den persönlichen Stresslevel deutlich. Und weniger Stress bedeutet auch ein gesünderes Leben, mit all den daraus resultierenden Vorteilen.

Effizienter arbeiten

Diese Art der Tagesgestaltung lässt sich mit etwas Übung auch ganz leicht auf berufliche Dinge ausweiten. Nicht nur Selbständigen ist es häufig möglich, die Zeitpunkte der Abarbeitung bestimmter Aufgaben zumindest teilweise flexibel zu handhaben. Insbesondere dann, wenn zur besseren Laune auch noch ein klarer Geschwindigkeitsvorteil ins Spiel kommt, werden in aller Regel selbst Vorgesetzte offener und experimentierfreudiger. Denn: Erledige ich meine Aufgaben zum „richtigen Zeitpunkt“, kann ich sie meist auch zügiger ausführen. Ein klares Plus also ebenso in Sachen Effizienz.

Mein Tipp:

Ein kleines bisschen weniger Planung, dafür eine Prise mehr Bauchgefühl und schon wird die Sache meist um ein Vielfaches angenehmer. Wandeln Sie Ihre Tage in kleinen Schritten vom vollständig verplanten Tagesprojekt hin zum intuitiven Wohlfühltag.

Zum Abschluss noch ein wichtiger Hinweis: Diese Anleitung ist ausdrücklich KEIN Aufruf dazu, der „Aufschieberitis“ ungehemmt zu frönen. Es geht lediglich darum, die Auswahl der zu erledigenden Aufgaben des Alltags in eine neue, harmonischere Reihenfolge zu bringen und auch mal auf entsprechende Erholungspausen zu achten. Viel Erfolg und Spaß bei der Umsetzung.

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Die Rauhnächte

  • Dirk Stegner
  • Untertitel Text: Übung: Altes loslassen, neue Ziele sinnvoll setzen

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Die Rauhnächte

Altes loslassen, neue Ziele sinnvoll setzen

Nicht nur das alte Jahr neigt sich langsam dem Ende zu. Auch in vielen persönlichen Bereichen kündigt sich in diesen Tagen ein bevorstehender Wechsel an. Spürbar wird das meist durch ein Gefühl der Unsicherheit, das sich von der Magengegend körperaufwärts ausbreitet. Das, was oft über viele Jahre hinweg als sinnvoll und „richtig“ galt, erscheint plötzlich in einem neuen veränderten Licht. Altes ist dabei noch nicht richtig vergangen, Neues aber noch nicht wirklich greifbar, ganz so, als säße man irgendwie zwischen den Stühlen. 

Zwischen den Jahren

Auch die Zeit „zwischen den Jahren“ ist ein solcher Abschnitt, der den bevorstehenden Jahreswechsel einläutet. Der ideale Zeitpunkt also, um die Erfahrungen noch einmal in Ruhe Revue passieren zu lassen und Bilanz zu ziehen. Was habe ich alles erlebt? Was davon hat mir gutgetan und was eher nicht? Wo halte ich vielleicht noch an alten Mustern und Gewohnheiten fest, obwohl ich sie eigentlich gar nicht mehr benötige? Was gibt mir Kraft und wo verliere ich eher ich Energie?

Ruhe und Neuausrichtung

Die Zeit der sogenannten Rauhnächte vom 25. Dezember bis zum 5. Januar lädt dazu ein, genau das zu tun. Viele haben Urlaub, etliche Geschäfte und Behörden sind geschlossen und auch sonst scheint die Zeit in diesen 12 Tagen und Nächten etwas gemächlicher abzulaufen. Es besteht also auch für den modernen Menschen nur selten die gefühlte Gefahr, irgendetwas zu verpassen. Genau der richtige Zeitpunkt also, um innezuhalten, zur Ruhe zu kommen, Bilanz zu ziehen, auf neue Impulse zu achten und denen im neuen Jahr auch zügig Taten folgen zu lassen. 

von Dirk Stegner

21. Dezember 2022


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Wie könnte das in der Praxis aussehen? 

Nehmen Sie sich Zeit für sich! Ziehen Sie sich an diesen Tagen für ein oder zwei Stunden zurück und entspannen Sie. Egal ob drinnen oder draußen. Einfach mal ein paar Minuten Pause machen und die Gedanken ziehen lassen. 

Weg mit dem Alten!

Nehmen Sie sich Papier und Stift zur Hand und notieren darauf stichpunktartig all das, was Sie im vergangenen Jahr verletzt, oder Ihnen schlicht nicht gutgetan hat. Gehen Sie dabei Monat für Monat durch und schreiben Sie einfach drauf los. Die Liste darf ruhig auch emotional werden, wenn Ihnen danach ist. 

Beenden Sie die Aufzählung mit einem Satz der Dankbarkeit. Sinngemäß könnte der Abschluss wie folgt lauten: 

„Ich danke auch für all diese Erfahrungen, die mir gezeigt haben, dass ich dies ab sofort nicht mehr möchte. Ich danke auch allen, die daran auf irgendeine Weise mitwirkten. Ich verzeihe mir und allen Beteiligten. Ich lasse all das jetzt ein für alle Mal los und öffne mich für erfüllendere und bereicherndere Erfahrungen. Danke!“

Wichtiger Hinweis:

Durch das Gefühl der Dankbarkeit nehmen Sie die Ist-Situation an und öffnen zeitgleich Ihren Geist für die ersehnten Veränderungen. Durch den Akt des Verzeihens lösen Sie sich gleichzeitig emotional von unerwünschten Situationen. Sollte Ihr Geist dabei rebellieren, trösten Sie ihn damit, dass Verzeihen nicht automatisch bedeutet, erfahrene Kränkungen oder Unrecht im Nachhinein zu tolerieren! Es ist lediglich eine Geisteshaltung, ähnlich dem, wie Sie sicherlich auch einem tollpatschigen Kleinkind verzeihen würden, dass eben mit dem Farbstift künstlerisch Ihre Tapete „verschönert“ hat.

Weiter geht’s ...

Falten sie den Zettel nun und verbrennen Sie ihn an sicherer Stelle (Gartengrill, Kamin, Feuerschale, etc.). Veranstalten Sie dabei Ihr eigenes kleines Ritual für die Feuerbestattung Ihres Zettels. Achten Sie auch auf die Art und Weise wie das Papier verbrennt: schnell oder langsam, mit heller Flamme oder stark qualmend, usw. Auch das könnten Hinweise für Sie sein.

Alles auf Anfang

Nun ist der Weg frei. Machen Sie sich die nächsten Tage Gedanken darüber, was sie ab jetzt gerne stattdessen erleben möchten. Wie soll Ihr Leben nun künftig aussehen? Was ist Ihr Ziel und was wäre der erste kleine Schritt, um dieses zu erreichen? Schreiben Sie’s auf und beginnen Sie damit dieses Ziel zu visualisieren. Stellen Sie sich gedanklich vor, Ihre Wünsche wären bereits Realität. 

Noch Zweifel?

Sollten sich dabei Zweifel oder negative Gedanken breitmachen, so kennen Sie ja bereits die Macht des Feuers. Notieren Sie diese falls nötig erneut und ab damit in die „transformierenden Flammen“. 

Was dann?

Bleiben Sie auch nach den Rauhnächten am Ball und versuchen Sie, jeden Tag ganz unverkrampft und spielerisch Ihren gesetzten Zielen einen kleinen Schritt näher zu kommen. Sie werden spüren, dass Sie mit der Zeit immer dankbarer und zufriedener werden, denn auch wenn die Einzelschritte vielleicht sehr klein sein mögen, steht an deren beherztem Ende irgendwann ganz sicher Ihr Ziel.

Wann ist ein Einzel-Caching hilfreich?

Es kann durchaus sein, dass es Phasen gibt, in denen Sie alleine vielleicht nicht weiterkommen oder sich gedankliche Hindernisse auftun, die Sie überfordern. Ein Einzel-Coaching in der Natur kann dann eine recht sinnvolle Hilfestellung sein. Es hilft Ihnen dabei, das meist mentale Hindernis aufzuspüren und mit gezielten Coaching-Übungen zu überwinden zu lernen.

Ich wünsche Ihnen angenehme Rauhnächte und eine schöne Weihnachtszeit!

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Dirk Stegner

Creidlitzer Str. 29
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Autor & Naturcoach

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